2022  

PERAMIS ist der Name meines bisher spektakulärsten Meteorbeobachtungsprojekts überhaupt: Thema ist die Ermittlung kleinräumiger und zeitlicher Variationen im Radianten der Perseiden (PErseiden-RAdianten-MIkroStrukturen). Hierzu beobachtete ich gemeinsam mit Bernd Gährken und Gunter Stober (Matthias Knülle hatte leider kurzfristig absagen müssen) von zwei Schweizer Observatorien aus: Bernd Gährken und Gunter Stober von Zimmerwald, 15 km südlich von Bern auf 900 m Höhe und ich vom Jungfraujoch auf 3.574 m Höhe, mit jeweils zwei Kameras mit externen Rekordern. An zwei von drei Beobachtungsnächten hatten wir an beiden Stationen zeitgleich Erfolg: Am 12./13.8. und am 13./14.8. Die insgesamt ca. 50 Std. Videomaterial müssen nun ausgewertet werden.

Das Selbstbauprojekt PHG - Projektions-Lunograph - wurde als Prototyp fertiggestellt. Der Ansatz an den TSFH 102/1100 mm dient zur Beobachtung von Meteoreinschlägen auf dem Mond. Sein First Light hatte er bei den Eta-Aquariden.

In der Nacht vom 30. auf den 31. Mai beobachtete ich von meiner Münchner Dachterrasse aus die Tau Herkuliden. Visuell sichtete ich keinen einzigen Meteor - aber meine Sony a7S zeichnete zwischen 23:49 und 02:07 MESZ insgesamt 44 Meteore auf, darunter 27 Tau Herkuliden.

Die Beobachtung der Mondfinsternis am frühen Morgen des 16.5.2022 fiel leider dem schlechten Wetter an meinem Beobachtungsort in Oberbayern zum Opfer.

Zusammen mit Bernd Gährken beobachtete ich am 6.5.2022 nördlich von Bamberg die dunkle Seite des Mondes auf der Jagd nach Mondimpakten durch die Meteoroide der Eta Aquariden. Die Auswertung der Videos dauert noch an.

Die Beobachtung der Lyriden am 21./22.4. geriet zu einer Enttäuschung: In zwei Stunden sichtete ich visuell nur drei Lyriden und fünf andere Meteore. Immerhin hatte hier mein All-Sky-Twin, bestehend aus zwei Sony a7S mit zwei Fischaugenobjektiven Samyang 2.8/12mm und zwei externen Rekordern Atomos Ninja V sein First Light.

Das Selbstbauprojekt UVCR wurde fertiggestellt. Dieser chromatische Refraktor 60/840mm wurde für die Beobachtung von Mondfinsternissen im Ultraviolett gebaut. Er soll an die erfolgreiche Fotometrie der Mondfinsternis am 21.1.2019 im Visuellen und Nahinfraroten anschließen. Eine erste Testmöglichkeit hätte sich bei der Mondfinsternis in der Morgendämmerung des 16.5.2022 ergeben sollen - hätte...

Die Beobachtung der Quadrantiden 2022 fiel, wie schon 2021, leider dem schlechten Wetter zum Opfer.

Die erste Phase der Bearbeitung der Daten der Geminiden 2021 ist beendet. Die Ausbeute durch meine beiden Sony a7S mit Sony GM 1.4/24mm Objektive ist sehr gut: 536 Meteore in Kamera 2 innerhalb von 3 1/2 Std., 585 Meteore innerhalb von 4 Std. in Kamera 1.

In der Ausgabe 9/2022 von Sterne und Weltraum erschien ein Kompositbild meiner Tau-Herkuliden.
Im VdS-Journal Nr. 80, 1/2022, erschien ein Artikel von mir "100 Jahre Danjon-Skala von Mondfinsternissen".

Ansonsten ist für 2022 u.A. die Beobachtung aller großen Meteorschauer geplant. Ein besonderes Highlight soll die Beobachtung der Perseiden werden (mehr dazu später hier).

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Stand: 20.8.2022