2017   

An der Hochschule für Fernsehen und Film startete am 5.11.2017 das Projekt ASAKam ("Automatisierte Sonnen-Analemma- Kamera"), bei dem eine von einem Mikrocomputer angesteuerte DSLR täglich zur Mittagszeit eine Belichtungsreihe der Sonne über Münchner Innenstadt aufnimmt. Nach einem Jahr werden die Bilder zu einem Komposit des Sonnenanalemmas zusammengefügt.

Während meiner Reise durch Kärnten und Slowenien besichtigte ich insgesamt drei Observatorien: das Sonnenobservatorium Kanzelhöhe der Karl-Franzens-Universität Graz und das Observatorium des Alpinhotels Pacheiner auf dem Gerlitzen sowie die Universitätssternwarte Ljubljana. Aus dem Observatorium des Alpinhotels Pacheiner konnte ich Aufnahmen des Helixnebels und der Dreiecksgalaxie machen.

Die Perseiden beobachtete ich auch in diesen Jahr: Vom 1820 m hohen Zettersfeld, oberhalb von Lienz, Osttirol. Bei immer wieder durchziehenden Wolkenfeldern gelangen immerhin einige schöne Landschaftsaufnahmen mit Meteorspuren.

In der Nacht vom 21. auf den 22. April beobachtete ich gemeinsam mit Bernd Gährken in der Nähe von Kempten im Allgäu die Lyriden. Hierbei realisierten wir auch einen Kamera-Vergleichstest zwischen meiner Sony a7S und Bernds Watec 120N+.

Ende Februar/Anfang März fuhr ich für eine Woche auf die Emberger Alm und beobachtete endlich wieder einmal klassische Deep- Sky-Objekte mit meinem ANT 222/985 mm und der Sony a7S, darunter Rosettanebel, Konusnebel, Barnards Loop sowie M 51.
 
Kurz vor Mitternacht vom 5. auf den 6. Februar fand wenig südlich von München eine streifende Bedeckung des Aldebaran durch die dunkle Seite des Mondes statt! Leider vollzog sich dieses seltene Ereignis unterhalb einer komplett geschlossenen Wolkendecke, sodass die geplante umfassende Beobachtungskampagne mit exakt zeitverkoppelten Filmaufnahmen, der sich zuletzt zehn Beobachter angeschlossen hatten, abgesagt werden musste.

Das astronomische Jahr 2017 begann am 3. Januar mit der versuchten Beobachtung von
Quadrantiden-Einschlägen auf dem Mond. Eine Filmaufnahme ergab ein interesantes, aber auch mit erheblicher Unsicherheit behaftetes Ergebnis. Vielleicht handelt es sich um ein Transient Lunar Phenomenon (TLP). Ein tatsächlicher Meteoreinschlag wurde, unabhängig voneinander, von zwei Schweitzer Astronomen beobachtet - 15 Minuten, nachdem es sich an meinem Beobachtungsort komplett bezogen hatte...
Sehr schade! Das wäre mein erster Mondimpakt geworden!

Auf der International Meteor Conference
vom 21. bis 24. September im Petnica-Sience-Center, Serbien, hielt ich einen Vortrag "Meteor Observation in High Definition with digital Film Cameras".

Im WGN Journal of the International Meteor Organization 44:6 erschien mein Artikel "Meteor Film Recording with Digital Film Cameras with large CMOS Sensors".

Am 1.4.2017 hielt ich einen Vortrag auf der AKM-Tagung in Oberwesel: "Video-Meteorbeobachtung in High Definition - Wissenschaftliche Möglichkeiten und technische Herausforderungen"


Eine Beobachtungsreise zur Sonnenfinsternis am 21. August in die USA ließ sich leider nicht realisieren.

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Stand: 9.11.2017